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29 Juli 2025

EU unter Druck: Trump-Diktat besiegelt 15% Zoll – von der Leyen in der Kritik

In einem überraschenden Wendepunkt der Handelsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten haben sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump auf ein neues Handelsabkommen geeinigt. Das Abkommen sieht vor, dass die meisten Exporte der EU in die USA einem Zoll von 15% unterliegen, während US-Exporte in die EU zollfrei bleiben. Diese Vereinbarung wurde während eines Treffens auf einem Golfplatz in Schottland getroffen und stellt einen Kompromiss dar, nachdem Trump zuvor mit Zöllen von bis zu 30% gedroht hatte.

Kritik an der EU-Kommissionspräsidentin

Die Reaktionen auf das Abkommen sind gespalten. Während einige die Einigung als Schritt zur Vermeidung eines Handelskriegs begrüßen, gibt es auch scharfe Kritik, insbesondere an der Verhandlungsführung von Ursula von der Leyen. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán, ein langjähriger Kritiker der EU, kommentierte das Ergebnis mit den Worten: „Donald Trump hat von der Leyen zum Frühstück verspeist. Das ist passiert, und wir haben befürchtet, dass es so kommen würde, da der US-Präsident ein Schwergewicht in Verhandlungen ist, während die Präsidentin ein Leichtgewicht ist.“.

Foto: Wonder AI
Auch innerhalb der EU gibt es Unzufriedenheit. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete das Ergebnis als „unbefriedigend“, und der französische Politiker François Bayrou nannte die „Unterwerfung“ der EU einen „dunklen Tag“.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Das Handelsabkommen hat weitreichende wirtschaftliche Auswirkungen. Die USA importierten im letzten Jahr Waren im Wert von etwa 606 Milliarden US-Dollar aus der EU, während die Exporte der USA in die EU bei rund 370 Milliarden US-Dollar lagen. Dieses Ungleichgewicht war ein zentraler Streitpunkt für Trump, der argumentiert, dass die USA in solchen Handelsbeziehungen „verlieren“.

Die neuen Zölle werden eine Vielzahl von Produkten betreffen, von spanischen Pharmazeutika bis hin zu italienischer Lederwaren, deutscher Elektronik und französischem Käse. Besonders betroffen sind europäische Automobilhersteller, die nun einen Zoll von 15% statt der ursprünglich drohenden 25% zahlen müssen.

Politische Reaktionen

Trotz der Kritik betonte von der Leyen die Bedeutung des Abkommens für die Stabilität und Vorhersehbarkeit des Handels zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. „Wir haben ein Handelsabkommen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt, und das ist ein großer Deal. Es wird Stabilität bringen. Das ist sehr wichtig für unsere Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks“, sagte sie.

Trump seinerseits zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis und lobte die Einigung als Zeichen von Fairness und Führungsstärke. „Ich denke, es ist großartig, dass wir heute einen Deal gemacht haben, statt Spiele zu spielen und vielleicht überhaupt keinen Deal zu machen“, sagte er.

Das neue Handelsabkommen zwischen der EU und den USA markiert einen wichtigen Meilenstein in den transatlantischen Beziehungen. Während es auf der einen Seite die unmittelbare Gefahr eines Handelskriegs abwendet, bleibt es auf der anderen Seite umstritten, insbesondere in Bezug auf die Verhandlungsführung der EU und die langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich das Abkommen auf die Handelsströme und die wirtschaftliche Dynamik zwischen den beiden Blöcken auswirken wird.



Text und Recherche MistralAI LC DND Netzdepesche Quelle Internet diverse