30 April 2026
Non-Food-Discounter auf dem Vormarsch
19 April 2026
Trumps Iran-Theater: Wie Trump mit Lügen Märkte manipuliert und den Krieg zum Geschäft macht
Quellen & Hintergrund: Basierend auf Berichten der Financial Times, Axios, New York Times, Wikipedia-Chroniken der Verhandlungen 2025–2026, Fact-Checks von PBS und CNN sowie Aussagen von Paul Krugman und Senator Chris Murphy. Die Recherche zeigt ein konsistentes Muster über zwei Amtszeiten.
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𝔗𝔥𝔢 𝔈𝔵𝔠𝔢𝔩𝔩𝔢𝔫𝔠𝔶
15 April 2026
Energiepreisschock trifft Deutschland hart – Ökonomen warnen vor Pleitewelle
Folgen des Iran-Kriegs: Energiepreisschock trifft Deutschland hart – Ökonomen warnen vor Pleitewelle, Inflation und höheren Zinsen
Berlin (dpa) – Unternehmen und Verbraucher in Deutschland ächzen bereits unter massiv steigenden Energiepreisen. Ökonomen warnen eindringlich: Es steht noch Schlimmeres bevor. Der durch den Iran-Krieg ausgelöste Preisschock bei Gas und Öl droht eine neue Inflationswelle auszulösen, die Europäische Zentralbank zu höheren Zinsen zu zwingen und eine Welle von Unternehmenspleiten zu beschleunigen. Der Wirtschaftsstandort Deutschland gerät damit unter erheblichen Druck.
Wie die ARD-Finanzredaktion berichtet, ist der Gaspreis für Neukunden auf fast elf Cent pro Kilowattstunde geklettert – ein Plus von rund 30 Prozent gegenüber dem Stand unmittelbar vor Kriegsbeginn und der höchste Wert seit drei Jahren. Die Inflationsrate stieg im März auf 2,7 Prozent im Vorjahresvergleich. Im ersten Quartal 2026 erreichte die Zahl der Firmeninsolvenzen den höchsten Stand seit über 20 Jahren.
„Die Preise für private Verträge sind zwar noch fix, doch der Anstieg wird in den kommenden Monaten spürbar“, erklärte Energieexperte Andreas Goldthau von der Universität Erfurt. Unternehmen müssten höhere Produktionskosten bereits jetzt verkraften und diese langfristig an die Verbraucher weitergeben – mit Folgen für Lebensmittelpreise und andere Güter.Kapitalmarktexperte Hans-Jörg Naumer von Allianz Global Investors sieht die Wachstumserwartungen für Deutschland „langsam gestrichen“. Der Energiepreisschock treffe auf eine ohnehin schwache Konjunkturphase, hohe Steuer- und Bürokratiebelastungen sowie zahlreiche staatliche Ausgaben.
Auch Karsten Neuhoff vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mahnt: Kurzfristige Entlastungen allein reichten nicht aus. Entscheidend sei eine stabile und bezahlbare Energieversorgung. „Wenn diese Perspektive da ist, kommen wir auch durch eine kritische Situation in diesem Jahr durch“, so Neuhoff.
Besonders betroffen sind Speditionen, Logistikfirmen sowie Bus-, Taxi- und Mietwagenbetriebe. Verkehrsverbände haben in einem offenen Brief an Bundeskanzler Merz vor Gefahren für Versorgungssicherheit, Mobilität und Arbeitsplätze gewarnt. Die Bundesregierung plant eine vorübergehende Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe, doch Ökonomen äußern sich skeptisch zur Wirksamkeit solcher Maßnahmen.
Experten rechnen damit, dass die EZB auf die steigende Inflation mit höheren Zinsen reagieren könnte – was die ohnehin angespannte Finanzierungslage vieler Unternehmen weiter verschärfen würde. Eine breit angelegte Teuerungsphase habe bereits begonnen und drohe sich auszuweiten.
Der aktuelle Schock durch den Iran-Krieg und die mögliche Blockade der Straße von Hormus trifft einen ohnehin geschwächten Standort. Ohne rasche Perspektiven für bezahlbare Energie droht Deutschland eine harte Belastungsprobe.
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05 April 2026
Deutschland fährt auf Verschleiß
Nettoinvestitionen brechen 2025 auf historischen Tiefstand ein – ein Jahrzehnte währender Absturz erreicht seinen vorläufigen Höhepunkt
Berlin. Deutschland investiert so wenig wie nie seit der Wiedervereinigung. Die Nettoanlageninvestitionsquote – also die Investitionen in Bau, Maschinen, Geräte und Infrastruktur abzüglich der Abschreibungen – ist 2025 erstmals negativ geworden. Sie sank auf minus 0,23 Prozent der Wirtschaftsleistung. Das geht aus aktuellen Daten des Bundeswirtschaftsministeriums und des Statistischen Bundesamtes hervor, die der Linken-Bundestagsabgeordnete Cem Ince per parlamentarischer Anfrage erhoben hat.
Was viele Bürger längst im Alltag erleben – marode Schulen, Schlaglöcher auf den Straßen, alternde Brücken und eine Infrastruktur, die zunehmend an ihre Grenzen stößt –, wird nun durch harte Zahlen untermauert. „Deutschland fährt auf Verschleiß“, fasst Ince die Entwicklung zusammen. „Eine Infrastruktur im Niedergang. Was viele Menschen längst im Alltag spüren, belegen auch die Zahlen. In unserem Land wird seit Jahren zu wenig investiert.“
Der Rückgang ist kein kurzfristiger Einbruch, sondern das Ergebnis eines jahrzehntelangen Trends. Lag die durchschnittliche Nettoanlageninvestitionsquote in den 1990er Jahren noch bei 7,31 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, schrumpfte sie in den 2000er Jahren auf 2,88 Prozent, in den 2010er Jahren weiter auf 2,29 Prozent und zwischen 2020 und 2025 auf durchschnittlich nur noch 1,02 Prozent. Der Sprung ins Negative markiert den vorläufigen Endpunkt dieser Abwärtsspirale.
Das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln teilt die Sorge. IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt sieht bereits seit Jahren bei den preisbereinigten Bruttoanlageinvestitionen einen negativen Effekt. „Gerade beim Bau gab es auch im vergangenen Jahr eine reale Reduktion, die nicht ausgeglichen wurde durch die ersten Tropfen aus dem Sondervermögen“, sagte Bardt der Deutschen Presse-Agentur. Über 80 Prozent der Investitionen stammen aus dem Privatsektor – und dort fehle angesichts der konjunkturellen Lage schlicht die Zuversicht.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat ein milliardenschweres Sondervermögen aufgelegt, um genau diese Lücke zu schließen. Ob es jedoch die erhoffte Wende bringt, bleibt offen. Bardt warnt: „Wenn jetzt die öffentlichen Investitionen aus dem Sondervermögen verstärkt fließen, wirkt das sicher positiv, aber es ist fraglich, ob das eine echte Dynamik in der Privatwirtschaft auslöst.“ Die Unternehmen seien nicht optimistisch. Wer heute investiere, tue dies vor allem in reine Ersatzinvestitionen – also um Bestehendes zu erhalten, nicht um zu wachsen.
Die Zahlen werfen ein grelles Licht auf die strukturellen Probleme der deutschen Wirtschaft. Jahrelang wurde der Investitionsstau durch günstige Finanzierungsbedingungen und eine robuste Exportwirtschaft kaschiert. Nun, da die Konjunktur schwächelt und geopolitische Unsicherheiten zunehmen, tritt die Unterinvestition offen zutage. Experten wie Ince und Bardt sind sich einig: Ohne eine nachhaltige Trendwende droht nicht nur ein weiterer Verfall der öffentlichen Infrastruktur, sondern auch ein Verlust an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Ländern, die deutlich höhere Investitionsquoten aufweisen.
Die Bundesregierung betont, das Sondervermögen sei genau der Hebel, um diesen Abwärtstrend zu stoppen. Ob die ersten Mittel bereits spürbar wirken oder ob die Privatwirtschaft tatsächlich mitzieht, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen. Bis dahin bleibt die Bilanz eindeutig: Deutschland fährt auf Verschleiß – und der Tank ist fast leer.
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Text und Recherche: MistralAI LC DND / Quelle: Internet Diverse
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