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Quellen & Hintergrund: Basierend auf Berichten der Financial Times, Axios, New York Times, Wikipedia-Chroniken der Verhandlungen 2025–2026, Fact-Checks von PBS und CNN sowie Aussagen von Paul Krugman und Senator Chris Murphy. Die Recherche zeigt ein konsistentes Muster über zwei Amtszeiten.
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Energiepreisschock trifft Deutschland hart – Ökonomen warnen vor Pleitewelle
Folgen des Iran-Kriegs: Energiepreisschock trifft Deutschland hart – Ökonomen warnen vor Pleitewelle, Inflation und höheren Zinsen
Berlin (dpa) – Unternehmen und Verbraucher in Deutschland ächzen bereits unter massiv steigenden Energiepreisen. Ökonomen warnen eindringlich: Es steht noch Schlimmeres bevor. Der durch den Iran-Krieg ausgelöste Preisschock bei Gas und Öl droht eine neue Inflationswelle auszulösen, die Europäische Zentralbank zu höheren Zinsen zu zwingen und eine Welle von Unternehmenspleiten zu beschleunigen. Der Wirtschaftsstandort Deutschland gerät damit unter erheblichen Druck.
Wie die ARD-Finanzredaktion berichtet, ist der Gaspreis für Neukunden auf fast elf Cent pro Kilowattstunde geklettert – ein Plus von rund 30 Prozent gegenüber dem Stand unmittelbar vor Kriegsbeginn und der höchste Wert seit drei Jahren. Die Inflationsrate stieg im März auf 2,7 Prozent im Vorjahresvergleich. Im ersten Quartal 2026 erreichte die Zahl der Firmeninsolvenzen den höchsten Stand seit über 20 Jahren.
„Die Preise für private Verträge sind zwar noch fix, doch der Anstieg wird in den kommenden Monaten spürbar“, erklärte Energieexperte Andreas Goldthau von der Universität Erfurt. Unternehmen müssten höhere Produktionskosten bereits jetzt verkraften und diese langfristig an die Verbraucher weitergeben – mit Folgen für Lebensmittelpreise und andere Güter.Kapitalmarktexperte Hans-Jörg Naumer von Allianz Global Investors sieht die Wachstumserwartungen für Deutschland „langsam gestrichen“. Der Energiepreisschock treffe auf eine ohnehin schwache Konjunkturphase, hohe Steuer- und Bürokratiebelastungen sowie zahlreiche staatliche Ausgaben.
Auch Karsten Neuhoff vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mahnt: Kurzfristige Entlastungen allein reichten nicht aus. Entscheidend sei eine stabile und bezahlbare Energieversorgung. „Wenn diese Perspektive da ist, kommen wir auch durch eine kritische Situation in diesem Jahr durch“, so Neuhoff.
Besonders betroffen sind Speditionen, Logistikfirmen sowie Bus-, Taxi- und Mietwagenbetriebe. Verkehrsverbände haben in einem offenen Brief an Bundeskanzler Merz vor Gefahren für Versorgungssicherheit, Mobilität und Arbeitsplätze gewarnt. Die Bundesregierung plant eine vorübergehende Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe, doch Ökonomen äußern sich skeptisch zur Wirksamkeit solcher Maßnahmen.
Experten rechnen damit, dass die EZB auf die steigende Inflation mit höheren Zinsen reagieren könnte – was die ohnehin angespannte Finanzierungslage vieler Unternehmen weiter verschärfen würde. Eine breit angelegte Teuerungsphase habe bereits begonnen und drohe sich auszuweiten.
Der aktuelle Schock durch den Iran-Krieg und die mögliche Blockade der Straße von Hormus trifft einen ohnehin geschwächten Standort. Ohne rasche Perspektiven für bezahlbare Energie droht Deutschland eine harte Belastungsprobe.
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