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15 März 2025

Chaos als Teil eines größeren Plans?

Donald Trump: Chaos als Teil eines größeren Plans?
Recherchiert: DND/ LC/ Text: LC /Foto: Wonder/inshot 

Die Politik von Donald Trump wirkt auf den ersten Blick chaotisch und unberechenbar. Doch hinter dieser scheinbaren Unordnung könnte ein wohlüberlegter Plan stecken, der weitreichende Konsequenzen für die USA und die Weltwirtschaft haben könnte.

Ein Präsident ohne Rücksicht auf Verluste

Donald Trump ist bekannt für seine unkonventionelle Herangehensweise und seine scheinbare Unbekümmertheit. Diese Eigenschaften zeigten sich kürzlich bei der Präsentation neuer Tesla-Modelle im Garten des Weißen Hauses, wo Trump die Fahrzeuge mit kindlicher Begeisterung inspizierte, während Elon Musk zufrieden danebenstand. Diese Szene ist symptomatisch für Trumps Regierungsstil, der oft mehr an Improvisationstheater als an planvolles Vorgehen erinnert.

Wirtschaftliche Unsicherheit und Vertrauensverlust

Trumps Politik hat jedoch ernste Folgen. Das Vertrauen der amerikanischen Konsumenten ist auf dem niedrigsten Stand seit Ende 2023, und viele Unternehmen zögern, Investitionen zu tätigen, da sie die zukünftigen Regeln nicht vorhersehen können. Prominente Ökonomen warnen vor einer möglichen Rezession, und der Arbeitsmarkt zeigt erste Anzeichen einer Verlangsamung. Die US-Börsen haben seit Trumps Amtsantritt erhebliche Verluste verzeichnet, was die Unsicherheit weiter verstärkt.

Der "Mar-a-Lago Accord": Ein riskanter Plan

Hinter Trumps chaotischer Fassade könnte jedoch ein strategischer Plan stecken. Stephen Miran, der neue Chef von Trumps wirtschaftspolitischem Beraterstab, hat ein Papier veröffentlicht, das als "Mar-a-Lago Accord" bekannt ist. Dieser Plan sieht vor, dass die USA ihre ausländischen Gläubiger zu einer Umschuldung der Staatsschulden zwingen, um den Dollar abzuwerten und die Wettbewerbsfähigkeit der US-Industrie zu stärken. Dieser Ansatz erinnert an das Plaza-Abkommen von 1985, das eine gezielte Abwertung des Dollars vorsah.

Europa muss wachsam bleiben

Obwohl es keine Gewissheit darüber gibt, ob Trump diesen Plan tatsächlich verfolgt, sollten wir in Europa wachsam bleiben. Die Diskussionen um den "Mar-a-Lago Accord" und die Reaktionen der Finanzmärkte deuten darauf hin, dass Trump möglicherweise bereit ist, kurzfristige wirtschaftliche Turbulenzen in Kauf zu nehmen, um langfristige Ziele zu erreichen.

Donald Trumps Politik mag chaotisch wirken, aber sie könnte Teil eines größeren Plans sein. Es ist wichtig, dass wir uns in Europa mit diesem Gedanken auseinandersetzen und uns auf mögliche wirtschaftliche Veränderungen vorbereiten. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Trumps Strategie aufgeht oder ob das Chaos die Oberhand gewinnt.

09 März 2025

Das Ende der Nachkriegszeit: Der Aufstieg der Autokratie im 21. Jahrhundert

Das Ende der Nachkriegszeit: Der Aufstieg der Autokratie im 21. Jahrhundert
LC DNDnews

Die Welt steht an einem Scheideweg. Noch vor wenigen Jahrzehnten schien die Zukunft klar: Die liberale Demokratie würde sich weltweit durchsetzen. Doch heute zeichnet sich ein anderes Bild ab. Autokratische Regime sind auf dem Vormarsch, und die einst stabile demokratische Ordnung gerät ins Wanken. Was sind die Ursachen für diesen Wandel, und welche Konsequenzen hat er für die globale Gesellschaft?

Der Niedergang der liberalen Demokratie

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Kalten Krieg schien die liberale Demokratie als das überlegene politische System fest etabliert. Der Zusammenbruch der Sowjetunion und der Fall der Berliner Mauer markierten den Höhepunkt dieser Entwicklung. Doch heute, 25 Jahre später, hat sich das Blatt gewendet. Autokratische Regime gewinnen an Einfluss, und viele ehemals stabile Demokratien sind gespalten oder von autoritären Führern regiert.


Ein zentraler Faktor für diesen Wandel ist die zunehmende wirtschaftliche Ungleichheit. Während die Eliten immer reicher werden, leidet die breite Bevölkerung unter Armut und mangelnden Chancen. Diese Ungleichheit schürt Unzufriedenheit und bietet autoritären Führern eine Plattform, um ihre populistischen Botschaften zu verbreiten.

Die Rolle der USA und der Aufstieg Trumps

Die USA, einst ein Vorbild für Demokratie, haben unter der Führung von Präsidenten wie Donald Trump eine Kehrtwende vollzogen. Trumps Präsidentschaft hat weltweit rechtsgerichtete Politiker inspiriert und die politische Landschaft verändert. Seine Propaganda verzichtete auf Argumente, Logik und Tatsachen und setzte stattdessen auf Provokation und Polarisierung. Diese Strategie hat nicht nur die politische Kultur in den USA verändert, sondern auch weltweit Nachahmer gefunden.

Kleptokratie und Korruption

Autokratische Regime konzentrieren sich auf die Bereicherung ihrer Führer und deren Clans. Korruption ist weit verbreitet und wird als Mittel zur Sicherung von Loyalität eingesetzt. Die Kontrolle über Medien und Justiz wird systematisch ausgebaut, um Kritiker zu verfolgen und die Bevölkerung zu manipulieren. Diese Entwicklungen führen zu einem Verlust von Freiheiten und einer zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung.

Internationale Zusammenarbeit der Autokraten

Autokraten arbeiten über nationale Grenzen hinweg zusammen, um Proteste zu unterdrücken und ihre Macht zu festigen. Diese Zusammenarbeit umfasst auch wirtschaftliche und militärische Unterstützung. Ein Beispiel dafür ist die Unterstützung Russlands für autokratische Regime in Belarus und Syrien. Diese internationale Solidarität der Autokraten macht es schwieriger, demokratische Bewegungen zu etablieren und zu stärken.

Gesellschaftliche Auswirkungen

In autokratischen Staaten sind bürgerliche Freiheiten eingeschränkt. Kritiker werden verfolgt, und die Gesellschaft ist von Misstrauen und Bürokratie geprägt. Die Kluft zwischen Arm und Reich vertieft sich, und die wirtschaftliche Ungleichheit nimmt zu. Diese Entwicklungen führen zu einer zunehmenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung und bieten autoritären Führern eine Plattform, um ihre Macht zu festigen.

Die Zukunft der Demokratie

Die liberale Demokratie steht vor enormen Herausforderungen, darunter wirtschaftliche Ungleichheit, Klimawandel und der Verlust des Vertrauens in politische Institutionen. Doch es gibt auch Hoffnung. Bürgerbewegungen und internationale Solidarität können autokratische Tendenzen bekämpfen und die Demokratie stärken. Es liegt an den Bürgern und politischen Führern, die demokratischen Werte zu verteidigen und gegen autokratische Tendenzen zu kämpfen.

➡️ Fazit

Die Zukunft der Demokratie ist ungewiss. Es liegt an uns allen, die demokratischen Werte zu bewahren und für eine gerechtere und freiere Gesellschaft zu kämpfen. Die Geschichte ist nicht vorherbestimmt, und der Ausgang hängt von den Entscheidungen und dem Engagement der Menschen ab. Nur durch gemeinsames Handeln können wir den Aufstieg der Autokratie stoppen und die liberale Demokratie für zukünftige Generationen bewahren.

08 März 2025

Amazon: Mega-Umsätze, aber keine Steuern in der EU

Amazon zahlt keine Steuern in der EU.
LC DNDnews

Die Corona-Pandemie hat den Online-Handel in ungeahnte Höhen katapultiert, und Amazon ist einer der größten Profiteure. Der Internet-Riese verzeichnete im ersten Quartal 2021 ein Umsatzplus von 44 Prozent auf 108,5 Milliarden Dollar und verdreifachte seinen operativen Gewinn auf 8,9 Milliarden Dollar. Diese Zahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten bei Weitem und trieben die Aktie auf ein neues Rekordhoch.

Europäische Erfolgsgeschichte mit bitterem Beigeschmack

Ein erheblicher Teil von Amazons Gewinnen stammt aus Europa. Die europäische Niederlassung erzielte im Jahr 2020 einen Umsatz von 44 Milliarden Euro, wobei allein in Deutschland die Umsätze um 33 Prozent auf etwa 24,7 Milliarden Euro stiegen. Doch trotz dieser beeindruckenden Zahlen zahlte Amazon in Europa keine Körperschaftssteuer. Stattdessen verzeichnete die in Luxemburg ansässige Niederlassung einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro, was sie von der Steuerpflicht befreite. Zudem erhielt Amazon Steuergutschriften in Höhe von 56 Millionen Euro, die zukünftige Gewinne mindern könnten.

Kritik an Amazons Steuerpraktiken

Die britische Labour-Abgeordnete Margaret Hodge kritisierte Amazons Steuervermeidungsstrategien scharf. Sie warf dem Unternehmen vor, seine Gewinne in Steueroasen wie Luxemburg zu verschieben, während lokale Einzelhändler unter der Pandemie leiden. Auch Paul Monaghan, Geschäftsführer der Fair Tax Foundation, bestätigte, dass Amazon aufgrund der hohen vorgetragenen Verluste wahrscheinlich auch in den kommenden Jahren keine Steuern in der EU zahlen wird.

Amazon verteidigt seine Praxis

Amazon rechtfertigt seine Steuerpraktiken mit hohen Investitionen und niedrigen Gewinnmargen im Online-Handel. Ein Sprecher des Unternehmens betonte, dass Amazon seit 2010 mehr als 78 Milliarden Euro in Europa investiert habe, wovon ein Großteil in die Infrastruktur und die Schaffung neuer Arbeitsplätze geflossen sei.

Systemische Probleme und internationale Kritik

Amazon ist kein Einzelfall. Viele multinationale Unternehmen nutzen komplexe Strukturen, um Steuern zu vermeiden. Die sechs größten US-Tech-Unternehmen, darunter auch Facebook, Google und Apple, haben in den letzten zehn Jahren schätzungsweise hundert Milliarden Dollar an Steuern „gespart“. Auch in den USA steht Amazons Steuerpraxis in der Kritik. US-Präsident Joe Biden hatte das Unternehmen kürzlich dafür angegriffen, keine Bundessteuern zu zahlen.

ℹ️ Fazit

Die Debatte um Amazons Steuerpraktiken zeigt die Notwendigkeit einer internationalen Reform des Steuersystems. Während der Online-Handel weiter wächst, müssen Regierungen sicherstellen, dass multinationale Konzerne ihren fairen Anteil an Steuern zahlen, um die wirtschaftliche Ungleichheit zu verringern und die lokalen Märkte zu stärken.


06 März 2025

Bundeskriminalamt zieht sich von Plattform X zurück

Bundeskriminalamt zieht sich von Plattform X zurück

**Wiesbaden** – Das Bundeskriminalamt (BKA) hat seine Präsenz auf der sozialen Plattform X eingestellt. In einer offiziellen Mitteilung erklärte die Behörde, dass der X-Account des BKA nicht mehr aktiv sei. Für aktuelle Informationen und im Notfall solle man sich an andere Social-Media-Kanäle des BKA oder die offizielle Website unter bka.de wenden. Eine Begründung für diesen Schritt wurde zunächst nicht genannt.


Das BKA war seit 2016 auf dem Vorgängerportal Twitter aktiv und hatte auf X zuletzt fast 127.000 Follower. X ist ein Unternehmen von Elon Musk, der auch als umstrittener Berater des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump bekannt ist. Neben dem Hauptsitz in Wiesbaden verfügt das BKA über weitere Dienstsitze in Meckenheim bei Bonn und in Berlin.

Rückzug aus X: Ein Trend unter deutschen Behörden

Der Rückzug des BKA von X ist Teil eines größeren Trends unter deutschen Organisationen. Auch das Verteidigungsministerium hatte am 15. Januar angekündigt, vorerst keine Informationen mehr auf X zu verbreiten. Als Grund wurde genannt, dass der sachliche Austausch von Argumenten auf der Plattform zunehmend erschwert werde. Allerdings behält sich das Ministerium vor, in Ausnahmefällen – etwa bei Desinformations-Kampagnen – weiterhin auf X zu reagieren.

Sicherheitsbedenken und Cyberangriffe

Die Entscheidung des BKA, sich von X zurückzuziehen, könnte auch im Zusammenhang mit den wachsenden Sicherheitsbedenken und der steigenden Zahl von Cyberangriffen stehen. Laut Einschätzung des BKA sind die Gefahren durch Cyberangriffe im vergangenen Jahr weiter gestiegen, wobei die Täter häufig im Ausland sitzen. Die Behörde hat daher die Zahl der Personenschützer aufgestockt, um auf die zunehmenden Bedrohungen für Politiker und andere gefährdete Personen zu reagieren.

➡️ Fazit

Der Rückzug des BKA von X markiert eine bedeutende Veränderung in der Kommunikationsstrategie der Behörde. Während die genauen Gründe für diesen Schritt noch unklar sind, deutet der Trend unter deutschen Organisationen darauf hin, dass die Plattform zunehmend als problematisch für den sachlichen Austausch und die Informationsverbreitung angesehen wird. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Behörden diesem Beispiel folgen werden.

Weitere Infos 

01 März 2025

Selenskyj wurde gezielt in eine Falle gelockt, um ihn öffentlich zu demütigen.

Provozierter diplomatischer Eklat zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj während eines Treffens im Weißen Haus.

Laut dem Kölner Politikwissenschaftler Thomas Jäger wurde Selenskyj gezielt in eine Falle gelockt, um ihn öffentlich zu demütigen.

Das Treffen eskalierte, als Selenskyj Trump auf die Besorgnis seiner polnischen Freunde ansprach, dass Trump sich zu sehr auf die Seite von Putin schlage. Trump entgegnete, dass zu viel Härte gegen Putin einen Deal verhindern würde. Vizepräsident J.D. Vance warf Selenskyj vor, respektlos zu sein, indem er die US-Administration im Oval Office angriff. Als Selenskyj auf die Kriegsfolgen für die USA hinwies, verlor Trump die Geduld und brach das Gespräch schließlich ab.

Jäger erklärte, dass Trump die Situation inszeniert habe, um Selenskyj zu demütigen und die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Hintergrund sei Trumps fehlender Fortschritt bei der Beendigung des Ukraine-Krieges nach seinen Vorstellungen und die Tatsache, dass Russland die Bedingungen diktiere. Trump sei in einer schwierigen Lage, da die Amerikaner Russland und Putin unsympathisch fänden. Daher habe er versucht, Selenskyj zu erniedrigen, um Putin indirekt zu erhöhen.

Das Ergebnis des Treffens sei eine klare Botschaft, dass die Ukraine es nicht verdiene, weiter von den USA unterstützt zu werden. Wie es weitergeht, sei unklar, insbesondere in Bezug auf Waffenlieferungen und die Starlink-Unterstützung. Auch die internationalen Reaktionen auf den Vorfall müssten genau beobachtet werden.

Quelle: merkur.de LeChat