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03 April 2025

Trumps Zölle: Ein Angriff auf die globale Handelsordnung

Trumps Zölle: Ein Angriff auf die globale Handelsordnung

Die Handelspolitik von Donald Trump hat die Weltwirtschaft in Aufruhr versetzt. Seit den 1980er Jahren verfolgt Trump eine protektionistische Agenda, die nun in Form von Zöllen gegen verschiedene Handelspartner, darunter auch Deutschland, ihren Höhepunkt erreicht. Diese Maßnahmen basieren auf einer fragwürdigen Berechnungsmethode und könnten weitreichende Konsequenzen für die globale Handelsordnung haben.

Fehlkalkulation und Realitätsverlust

Trumps Berater haben die Zölle und Handelsbarrieren anderer Länder nicht präzise quantifiziert. Stattdessen teilten sie das US-Handelsbilanzdefizit durch die Importe aus dem jeweiligen Land. Diese Methode führte zu der irrigen Annahme, dass die Zölle und Handelsbarrieren der EU für Einfuhren aus den USA 39 Prozent betragen. Tatsächlich liegen die Einfuhrzölle der EU bei etwa drei Prozent, was nur geringfügig höher ist als das alte amerikanische Zollniveau. Diese Berechnung ignoriert zudem den massiven Überschuss, den die USA im Dienstleistungssektor erwirtschaften.

Foto: Wonder
Die verhängten Zölle wirken wie eine massive Steuererhöhung, die besonders die Mittelschicht trifft. Diese Bevölkerungsgruppe arbeitet größtenteils nicht in der Industrie und profitiert daher nicht von der reduzierten ausländischen Konkurrenz. Die Zölle schützen Arbeitsplätze im kleinen Produktionssektor der US-Wirtschaft, was jedoch zu höheren Preisen und geringerem Wettbewerb führt. Die Konsumenten werden somit indirekt zur Kasse gebeten, während die Wirtschaft insgesamt unter gedämpftem Wachstum leidet.

Die durchschnittliche effektive Zollrate der USA liegt nun bei 22,5 Prozent, dem höchsten Wert seit 1909. Diese protektionistische Politik könnte schwerwiegende geopolitische Folgen haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die USA maßgeblich zur Schaffung des modernen Welthandelssystems beigetragen, was zu einer Phase beispielloser Prosperität führte. Trumps Zölle gefährden diese Errungenschaft und könnten das globale Wirtschaftswachstum dämpfen.

Mangelnde Kontrolle durch den Kongress

Erstaunlicherweise werden solch tiefgreifende Entscheidungen ohne Mitwirkung des Kongresses getroffen. Das amerikanische Recht erlaubt es Trump, Handelsbilanzdefizite als Notfall für die nationale Sicherheit zu deklarieren. Der Kongress könnte eingreifen, zeigt jedoch bisher kein Rückgrat, dies zu tun. Diese Entmachtung der Exekutive wirft Fragen über die Gewaltenteilung in den USA auf.

Trotz der Unbeliebtheit des Handelskriegs in der Bevölkerung setzt Trump seine protektionistische Agenda fort. Die Zölle treffen auch Güter wie Kaffee, Tee, Zinn oder Bananen, was die nationale Verteidigungsbereitschaft kaum beeinträchtigt. Diese Maßnahmen erscheinen willkürlich und schwer nachvollziehbar.

Trumps Handelspolitik stellt eine Bedrohung für die globale Handelsordnung dar. Ein ignoranter Präsident, der keine Rücksicht auf Land und Leute nimmt, ist gefährlicher als Populismus. Die langfristigen Auswirkungen von Trumps Handelspolitik bleiben abzuwarten, könnten jedoch tiefgreifend und negativ sein. Die Welt beobachtet gespannt, wie sich die Situation entwickelt und welche Schritte die betroffenen Länder unternehmen werden, um ihre Interessen zu schützen.

Text und Recherche MAI LC DND : Quelle Internet diverse 

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