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22 April 2025

DATEV-Index - Stellenabbau im Mittelstand beschleunigt sich

Stellenabbau im Mittelstand beschleunigt sich: Datev-Index zeigt alarmierende Entwicklung

Der Stellenabbau im Mittelstand gewinnt an Dynamik und breitet sich weiter aus. Laut dem Datev-Mittelstandsindex, der exklusiv von der F.A.Z. veröffentlicht wurde, lag die Beschäftigung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im März um 0,7 Prozent niedriger als im Vorjahr. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, da KMU etwa 55 Prozent der Beschäftigten in Deutschland stellen und somit eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Stabilität des Landes spielen.

Besonders betroffene Branchen

Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang der Arbeitsplätze im Gastgewerbe und im Bauhauptgewerbe. Im Gastgewerbe sank die Beschäftigung um 4,3 Prozent, während im Bauhauptgewerbe ein Minus von 2,8 Prozent zu verzeichnen war. Auch das verarbeitende Gewerbe, das oft als Rückgrat der deutschen Wirtschaft bezeichnet wird, verlor zunehmend Stellen, mit einem Rückgang von 1,7 Prozent. Diese Zahlen sind um kalendarische und saisonale Sondereffekte bereinigt und spiegeln somit eine reale Verschlechterung der Beschäftigungslage wider.

Foto: DND / InShot 
Ursachen des Stellenabbaus

Der Datev-Mittelstandsindex deutet darauf hin, dass der Beschäftigungsabbau hauptsächlich auf die angespannte wirtschaftliche Lage zurückzuführen ist. Seit Monaten schrumpfen die Umsätze im Mittelstand, während die Löhne und Gehälter schneller steigen als die Inflation. Diese Diskrepanz zwischen sinkenden Umsätzen und steigenden Lohnkosten bringt viele KMU in eine prekäre Lage. Im März lag der Umsatz um 4,5 Prozent niedriger als im Vorjahr, während die Löhne im Mittelstand um 4,6 Prozent stiegen.

Spezifische Herausforderungen im Gastgewerbe

Im Gastgewerbe spielt neben der allgemeinen wirtschaftlichen Lage auch ein spezieller Effekt eine Rolle. Die Branche hat sich noch nicht vollständig von den Beschäftigungsverlusten während der Corona-Pandemie erholt und sucht dringend nach Personal. Der Fachkräftemangel drückt besonders im Dienstleistungsbereich, wo der Personalbedarf hoch ist. Im Gegensatz dazu profitiert der Mittelstand in den staatsnahen Bereichen Gesundheit und Soziales von einem Beschäftigungszuwachs, der weitgehend auf die Ausdehnung der Staatstätigkeit in diesen Sektoren zurückzuführen ist.

Forderungen an die Politik

Robert Mayr, der Vorstandsvorsitzende der Datev, sieht den erneuten Umsatzrückgang im verarbeitenden Gewerbe als symbolisch für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Er fordert von der neuen Bundesregierung entschlossenes, schnelles und unbürokratisches Handeln, um die wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen und den Mittelstand zu unterstützen.

Hintergrund zum Datev-Mittelstandsindex

Der Datev-Mittelstandsindex basiert auf anonymisierten und aggregierten Umsatzsteuervoranmeldungen und Gehaltsabrechnungen von mehr als einer Million Unternehmen in Deutschland. Er liefert früher als andere Konjunkturindikatoren Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung und ist somit ein wertvolles Instrument zur Einschätzung der aktuellen Lage im Mittelstand.

Die aktuellen Zahlen des Datev-Mittelstandsindex zeichnen ein besorgniserregendes Bild der Beschäftigungslage in kleinen und mittleren Unternehmen. Der Stellenabbau beschleunigt sich, und die wirtschaftlichen Herausforderungen nehmen zu. Es bleibt abzuwarten, wie die Politik auf diese Entwicklungen reagiert und welche Maßnahmen ergriffen werden, um den Mittelstand zu stärken und die Beschäftigung zu sichern.

Text und Recherche Mistral AI LC DND Quelle Internet FAZ 

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