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15 März 2025

Europa auf dem Weg zur Kriegswirtschaft?

Europa auf dem Weg zur Kriegswirtschaft? EVP-Chef Weber fordert radikale Umstellung
Recherche LC/ DND / Internet 

**Berlin, 15. März 2025** - In einer bemerkenswerten Kehrtwende hat Manfred Weber, Vorsitzender der konservativen EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, eine umfassende militärische und wirtschaftliche Neuausrichtung Europas gefordert. Angesichts der sich wandelnden globalen Sicherheitslage und der abnehmenden Unterstützung durch die USA plädiert Weber für eine "Kriegswirtschaft" und die Einrichtung eines europäischen Generalstabs.

Militärische Neuausrichtung

Weber betont, dass Europa sich in einer Welt voller Unsicherheiten militärisch selbst verteidigen müsse. "Europa steht militärisch allein in einer Welt von Stürmen. Leider Gottes sind wir dabei auch noch ziemlich nackt," warnte er. Um dieser Herausforderung zu begegnen, fordert er die Schaffung eines europäischen Generalstabschefs, der die nationalen Armeen koordinieren und klare Vorgaben für die Beschaffung machen soll.

Foto: LC 
Wirtschaft im Kriegsmodus

Die von Weber geforderte "Kriegswirtschaft" umfasst beschleunigte Genehmigungsverfahren für Rüstungsgüter und eine engere Zusammenarbeit zwischen europäischen Rüstungsherstellern. Darüber hinaus könnten Unternehmen, die bisher zivile Industriegüter produzieren, künftig in die Waffenproduktion einsteigen. Weber schlägt sogar vor, dass Rüstungshersteller im Schichtsystem an Wochenenden arbeiten könnten, um die Produktion zu steigern.

Innenpolitische Forderungen

Neben der militärischen und wirtschaftlichen Neuausrichtung fordert Weber auch innenpolitische Veränderungen. Er plädiert für ein "bürgerliches Europa" mit einer entschiedenen Abschiebepolitik, mehr Unterstützung für die Landwirtschaft und Entbürokratisierung. Bei Abstimmungen im EU-Parlament wäre er bereit, auch Mehrheiten mit Unterstützung von politischen Rändern zu akzeptieren, solange diese unabgesprochen zustande kommen.

Reaktionen und Ausblick

Webers Forderungen stoßen auf gemischte Reaktionen. Während einige seine Vision einer stärkeren und unabhängigeren EU begrüßen, warnen andere vor den Risiken einer Militarisierung und der Zusammenarbeit mit extremistischen Parteien. Die Diskussion über die Zukunft Europas wird in den kommenden Monaten sicherlich an Intensität gewinnen, insbesondere vor dem Hintergrund der angespannten globalen Lage.

Die Debatte um eine mögliche "Kriegswirtschaft" und die militärische Neuausrichtung Europas wird die politische Agenda in Brüssel und den Hauptstädten der Mitgliedstaaten prägen. Es bleibt abzuwarten, ob Webers Visionen umgesetzt werden und welche Konsequenzen dies für die EU und ihre Bürger haben wird.

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